Wer schreibt Geschichte? Ein fiktiver Dialog über KI und historisches Arbeiten

Giulia Cordier und Miriam Weiss

Der folgende Beitrag ist aus Überlegungen hervorgegangen, die uns im Anschluss an die Tagung „Suchst du noch oder findet sie schon? Künstliche Intelligenz und die Verschiebung historischer Fragestellungen“ beschäftigt haben, die am 2. und 3. Februar 2026 an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz stattfand und von Miriam Weiss, Christina Abel und Andreas Kuczera aus dem Team des Projektes Regesta Imperii ausgerichtet wurde. Im Mittelpunkt der Tagung standen Veränderungen, die der Einsatz generativer KI für geschichtswissenschaftliche Forschung und Lehre mit sich bringt. Dabei wurde immer wieder – explizit wie implizit – die Frage berührt, welche Aufgaben Historiker:innen an KI-Systeme delegieren und welchen Einfluss sie damit auf historische Erkenntnisprozesse gewinnen.

Um möglichst viele zentrale Gedanken aus den ungemein produktiven Beiträgen und Diskussionen im Rahmen der Tagung aufzugreifen, haben wir uns für ein Gedankenexperiment entschieden: Wir lassen einen Historiker mit einer fiktiven KI namens FIKTIVIA diskutieren. Der Dialog bildet weder ein tatsächlich geführtes Gespräch mit einem Sprachmodell ab, noch gibt FIKTIVIA die Position eines bestimmten KI-Systems wieder.

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=24210

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Clustertreffen des NFDI4Objects CC Data Capture and Creation zur „Culture Cloud“, 8.9.2026, 14:30-16:00 Uhr

Am 8. September 2026, 14:30 bis 16:00 Uhr, findet das nächste Treffen des NFDI4Objects Community Clusters Data Capture and Creation statt. Dieses Mal wird unser Co-Chair Frank Dührkohp (Verbundzentrale des GBV) einen Einblick in das Projekt Culture Cloud geben.

Mit der Culture Cloud entsteht erstmals eine landesweite Kulturdateninfrastruktur für Niedersachsen, die Informationen aus Museen, Archiven, Bibliotheken und der Denkmalpflege zusammenführt. Was bislang dezentral gespeichert und oft schwer auffindbar war, wird nun über einheitliche Standards vernetzt und zentral zugänglich gemacht. So können die Daten künftig über digitale Portale leichter gefunden, miteinander verknüpft und für Forschung, Kultur und Öffentlichkeit nutzbar werden – bei voller Datenhoheit der jeweiligen Einrichtungen.

Hier sind die Zoom-Zugangsdaten:

https://dainst-org.

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=24193

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Workshopbericht „Von digitalen Korpora zu Forschungsdaten in der Kommunikations- und Medienwissenschaft: Verantwortung, Methoden, Infrastrukturen“ (29.05.26 in Leipzig)

Von Lukas Hohendorf, Kai Matuszkiewicz, Lydia Riedl und Paula Rinke

Ausgangspunkt

In digitalen Räumen werden fortlaufend Daten produziert, die für die Kommunikations- und Medienwissenschaft von hoher Relevanz sind, darunter Beiträge und Kommentare in sozialen Medien, Kommunikationsverläufe in Messenger-Diensten, audiovisuelle und auditive Inhalte, digitale Zeitungsarchive und digitalisierte historische Quellen oder journalistische Online-Angebote. In Forschungsprojekten entstehen daraus häufig umfangreiche Korpora. Viele Forschende wissen aus eigener Erfahrung, dass diese nach Projektende jedoch oft schwer auffindbar, nur eingeschränkt dokumentiert oder aufgrund rechtlicher, ethischer und technischer Rahmenbedingungen nicht ohne Weiteres nachnutzbar bleiben.

An dieser Ausgangsproblematik setzte der Workshop „Von digitalen Korpora zu Forschungsdaten in der Kommunikations- und Medienwissenschaft: Verantwortung, Methoden, Infrastrukturen“ an, den der FID Media am 29. Mai 2026 an der Universitätsbibliothek Leipzig veranstaltete. In ihrer Begrüßung führte Patricia Blume in diese Ausgangsproblematik ein und benannte als übergeordnete Fragen des Workshops, wie digitale Kommunikationskorpora entstehen, unter welchen Bedingungen sie wissenschaftlich analysiert werden können und welche Rolle fachnahe wissenschaftliche Infrastrukturen künftig bei ihrer Dokumentation und Vernetzung spielen können, um sie niedrigschwellig nachnutzbar zu machen.

Wie durch Lukas Hohendorf in seiner anschließenden Einführung erläutert, strukturierte sich der Workshop dabei entlang wichtiger Stationen des üblichen Forschungsprozesses.

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Quelle: https://dhd-blog.org/?p=24183

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GAG571: Die Katastrophe von Kamarina und die erste Flotte Roms

Eine Geschichte über die ersten römischen Flotten und ihre Rückschläge

Wir springen in dieser Folge ins Jahr 255 vdZw. Eine riesige römische Flotte zerschellt in diesem Sommer an der Südküste Siziliens. Wir sprechen darüber, wie Rom überhaupt zu einer solchen Flotte kam, was katastrophale Rückschläge für das antike Rom grundsätzlich bedeuteten und wie sehr wir eigentlich den Angaben antiker Autoren trauen dürfen.

Erwähnte Folgen

Quelle: https://www.geschichte.fm/archiv/gag571/

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Demokratiegeschichte. Das neue Buch von Wolfgang Schmale

Ist die Demokratie tatsächlich in Gefahr? Angesichts autoritärer Entwicklungen, gesellschaftlicher Polarisierung und wachsender Zweifel an demokratischen Institutionen scheint diese Diagnose heute fast selbstverständlich. Ein Gemeinplatz. Doch der Historiker Wolfgang Schmale widerspricht der verbreiteten Vorstellung eines unaufhaltsamen Niedergangs. In seinem neuen Essay zeigt er, dass Demokratien Krisen seit langem kennen – und gerade aus ihrer Geschichte die Kraft zur Erneuerung schöpfen können. Demokratie ist für ihn kein fertiger Zustand, sondern ein historischer Prozess, der immer wieder neu gestaltet werden muss.

Mit Demokratiegeschichte legt Wolfgang Schmale eine ebenso originelle wie aktuelle Neubestimmung der Demokratiegeschichte vor. Er versteht Geschichte nicht als bloße Chronologie vergangener Ereignisse oder als Erfolgserzählung stetigen Fortschritts. Vielmehr entwickelt er – ausgehend von Jacques Derridas Gedanken zur „essentiellen Geschichtlichkeit der Demokratie“ – ein theoretisches Modell, das Geschichte selbst als Wesenselement demokratischer Ordnung begreift.

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Quelle: https://wolfgangschmale.eu/2026/09/01/demokratiegeschichte-ein-essay-von-wolfgang-schmale/

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